06.05.2016

Bild: Aktion_05052016
Eine unserer aufgebauten Grenzen in Aktion.

Aktion "Wider den neuen Grenzen in und um Europa!"

Bericht
Gestern haben wir den Gründungstag des Europarats dafür genutzt, um mit einer öffentlichen Aktion auf die besorgniserregenden Entwicklungen in und um Europa aufmerksam zu machen und unsere Idee eines
gerechten, friedlichen und solidarischen Europas auf die Straße zu tragen.

Insgesamt war die Aktion ein voller Erfolg: an den von uns aufgebauten Grenzen kamen wir mit vielen Menschen ins Gespräch und konnten so für unsere Vision von einem offenen Europa werben.

Hier kannst Du den kompletten Aufruf lesen:

Wider die neuen Grenzen in und um Europa –
wider die Grenzen in den Köpfen!


Der 05. Mai, welcher in diesem Jahr zufällig auch ein christlicher Feiertag ist, ist vor allem ein zutiefst europäischer Festtag, an dem an die Gründung des Europarats im Jahre 1949 erinnert wird. Eine der zentralen Errungenschaften der europäischen Gemeinschaft, die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK), wurde im Rahmen dieser Institution verabschiedet und es gibt genug Gründe, die europäische Idee immer wieder neu zu feiern. Zugleich sind wir momentan mit besorgniserregenden Entwicklungen in und um Europa konfrontiert, welcher dieser Idee eines gerechten, friedlichen und solidarischen Europas komplett entgegenstehen:

1. Europas Mauern und Grenzen müssen fallen!
Die Wiedereinführung von Grenzkontrollen sowie die vollständige Schließung derselben stellt eine Bankrotterklärung der Nationalstaaten dar und unterstreicht die Notwendigkeit eines Mehr an Europa. Der Weg hin zu einer erneuten Stärkung der Nationalstaaten ist ein Weg zurück in vergangene Jahrhunderte, in denen es üblich war, politische Konflikte militärisch zu lösen. Unsere Alternative heißt Solidarität!

2. Say it loud, say it clear: Refugees are welcome here!
Für uns ist das individuelle Grundrecht auf Asyl nicht verhandelbar. Maßnahmen wie die Aussetzung des Rechts auf Elternnachzug, das Konzept der sicheren Herkunftsstaaten sowie unangekündigte Abschiebungen sind mit diesem Grundrecht unvereinbar. Gegen die diffusen Ängste vor dem vermeintlich Fremden setzen wir unsere Überzeugung einer offenen und vielfältigen Gesellschaft, welche Menschen, die hierhin kommen, als Bereicherung versteht und sie nicht auf dem Mittelmeer ertrinken lässt.

3. Für die Freiheit, für das Leben – Nazis von der Straße fegen!
Der leider deutliche Zuspruch für die menschenverachtende Politik der AfD ist nur ein klares Zeichen für ein soziales Klima, in dem wieder Parolen gesellschaftsfähig geworden sind, die vor ein paar Jahren noch zu Recht verachtet wurden. Zu den geistigen Brandstifter*innen gesellen sich dabei die praktischen. Der Brandanschlag auf eine Unterkunft für Geflüchtete in Hiltrup in der vergangenen Woche war eben keine Tat von „irren Einzeltätern“, vielmehr liegt diese in einem beschämenden Trend rassistischer Gewalt. Angesichts dieser Entwicklungen wird deutlich, wie wichtig es ist, für europäische Grundwerte wie Toleranz, Freiheit und Solidarität immer wieder aufs Neue einzustehen!


Für ein Europa ohne geistige und reale Grenzen!



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