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PM: Jusos Münster blicken auf erfolgreiche Aktionswoche gegen Antisemitismus zurück

Aktionswoche AntisemitismusGruppenbild in der Synagoge der jüdischen Gemeinde Münster

 

 

 

Die Jusos Münster blicken zufrieden auf ihre Aktionswoche gegen Antisemitismus und für Solidarität mit Israel zurück. Sie hatten in der vergangenen Woche ein breites Programm aus unterschiedlichen Veranstaltungsformaten zusammengestellt, um über die Geschichte des Antisemitismus in Deutschland zu lernen, den Opfern der Shoah zu gedenken und sich  dem heutigen Antisemitismus in unserer Gesellschaft entgegenzustellen.

„Wir möchten vor allem noch einmal all unseren Gästen danken, die sich die Zeit genommen haben uns mit ihrem Wissen bei der Aktionswoche zu unterstützen. Ohne sie wären Veranstaltungen wie der gemeinsame Filmabend über die Darstellung der Shoah im Medium Film oder der Vortrag „Antisemitismus: heute“ nicht umzusetzen gewesen.“, erklärt Charlotte Sonneborn, Organisatorin der Aktionswoche und Beisitzerin im Vorstand der Jusos Münster.

Niklas Gödde, der Sprecher der Jusos, betont: „Ein besonderer Dank geht an die jüdische Gemeinde in Münster, die uns am vergangenen Donnerstag eine Führung durch ihre Synagoge ermöglicht hat. Die antisemitischen Schmähungen und Übergriffe, die Jüd*innen deutschlandweit und auch in unserer Stadt in ihrem Alltag erleben müssen, dürfen wir nicht als Normalität anerkennen. Wir stehen solidarisch an ihrer Seite und werden uns auch abseits unserer Aktionswoche weiter gegen jeden Antisemitismus einsetzen.“

Zum Abschluss der Aktionswoche haben die Jusos sich am Samstag, dem Tag der sogenannten Reichspogromnacht, mit einer Lesung am Gedenktag des Bündnisses „Münsters Jugend gegen Antisemitismus“ beteiligt. „Wir haben aus Werken im Nationalsozialismus verfolgter oder verbotener Autor*innen gelesen. Else Lasker-Schüler, Mascha Kaleko und Rosa Luxemburg zählten zu den Schriftsteller*innen, die gerade wegen ihrer jüdischen Herkunft von den Nationalsozialist*innen gehasst wurden. Ihnen allen wollten wir gedenken und aufzeigen, dass der Antisemitismus, der sich bei den Novemberpogromen 1938 Bahn brach, schon die Bücherverbrennungen 1933 befeuerte, und auch 1945 nicht plötzlich verschwunden ist.“, berichtet Charlotte Sonneborn abschließend.